Gestern Landung in München. Ausstieg aus dem klimatisierten Flieger um 21 Uhr in die Fluggastbrücke: Die feuchte Hitze schlägt einem entgegen – sind wir mittags in Sevilla gelandet?! 🥵
Heute früh aufstehen. Arbeiten. Draußen die Hitze. Mindestens eine Woche soll das so bleiben. Nachts keine nennenswerte Abkühlung. Sogenannte Tropennächte. Nach Dublin oder Cork umziehen? Eine kurze Recherche ergibt ein ungünstigsteres Gehalt-Kosten-Verhältnis als München. Früher war man froh, wenn es ein paar Tage im August so war und man entspannt den Tag im Schwimmbad oder am See verbringen konnte. Heute kommen diese Tage schon im Mai und Juni. Schwimmbad und See: Ja! Aber unbedingt im Schatten und man sollte den Körper eincremen und vollständig bedecken, sonst kommt in 20 Jahren das böse Erwachen.
Als Student war ich 5 Wochen im Sommer in Málaga. Während dieser Zeit hatte sich der Himmel genau einmal zugezogen und ein paar schüchterne Regentropfen schafften es bis auf den Boden. Ansonsten Hitze. Der Spanischlehrer an der Uni sagte, der Sommer mache die Menschen depressiv. Vivaldis Sommer bei den 4 Jahreszeiten ist kein entspannter Reggae, sondern wirkt dramatisch und steht in Moll. Ich ging morgens zur Uni, mittags durch die Hitze zurück, Mittagessen, schlafen, Hausaufgaben, schlafen, duschen. Wasser lernte ich als sehr wertvoll schätzen. Dann abends gegen 19 oder 20 Uhr den Bus zum Strand, dann war es angenehm dort. Wer dort heute Urlaub machen will, sollte sich das gut überlegen.

Und jetzt hier. Alltag. Hitze. Was bleibt von 3 Wochen Irland? War es vielleicht nur ein Traum? Ab und zu taucht dann doch ein Indiz auf, dass wir wirklich dort waren.
