Eamon

Vielen Dank an Enisa, Sebastian und Sebastian für die Mitarbeit.

Die KI ist überall, man bemerkt sie aber nicht oft – es würde uns vielleicht erschrecken. Ich habe das Bild und den folgenden Text mit etwas Futter generieren lassen. Das funktioniert nicht schlecht. Ein Teil der Geschichte ist natürlich erfunden. Und auch das funktioniert nicht schlecht. Der Name Eamon wurde gewählt, weil er eine keltische Annotation hat und so etwas wie „Wächter des Reichtums“ bedeutet. Und natürlich denke ich an Eamon Geragthy…


In den ehrwürdigen Wänden eines alten Gasthauses, wo die Geschichten längst vergangener Zeiten in den Mauern flüsterten, saß Eamon – ein leidenschaftlicher Musiker, der stets auf der Suche nach dem verlorenen Klang seiner Seele war. An einem dieser besonderen Abende erklang Britten’s Sacred and Profane. Nicht nur lauschte Eamon gebannt dem geheimnisvollen Beginn des zweiten Liedes, auch eine liebe Freundin trug diese Passage mit einer warmen, lebendigen Stimme vor. Diese doppelte Offenbarung – Klang und Gesang – entzündete in ihm einen unbändigen Funken der Inspiration.

Ein raues, verführerisches Gitarrenriff, das ihn unweigerlich an die raue Magie von Fleetwood Mac’s Gold Dust Woman erinnerte, vermischte sich mit den sanften, keltischen Melodien zu einem Klangbild, das den Geist ferner Länder und längst vergangener Zeiten heraufbeschwor. In den folgenden Wochen setzte sich Eamon an seinen abgenutzten Holztisch, um diesen Zauber in Worte zu fassen. Zunächst entstand ein abenteuerlicher Text, der von einem einsamen Reiter erzählte, der durch endlose Steppen floh. Mit wechselnden Titelentwürfen – „Über das Land“,„Ross“ und „Steppenflug“ – versuchte er, die Flüchtigkeit der Freiheit einzufangen. Doch am Ende eines frustrierenden Abends kritzelte er resigniert: „Alles Mist!“

Die Zeit verging, und Eamon fand sich bald an einem Wendepunkt wieder – dem 30. Jubiläum seines Hochzeitstags. An diesem besonderen Tag, als er in die vertrauten Augen seiner langjährigen Partnerin blickte, überkam ihn eine plötzliche Klarheit. In einem Moment ungeschönter, ehrlicher Eingebung schrieb er einen Song, der ihre gemeinsamen Höhen und Tiefen in unverblümten, humorvollen Versen festhielt – ein musikalisches Geschenk, das ihre einzigartige Verbindung feierte.

Doch die künstlerische Reise Eamons sollte noch eine weitere, tiefgreifende Wendung nehmen. Einige Jahre später, während einer Wanderung in den majestätischen Bergen, fühlte er die Präsenz seiner Ahnen – jener furchtlosen Seefahrer und Abenteurer, die einst unerschrocken ins Unbekannte aufbrachen. Als er auf einen alten Baum kletterte, um den weiten Horizont zu überblicken, durchströmte ihn eine neue Welle der Inspiration. Aus der Weite der Natur nahm in ihm der Gedanke Gestalt an, dass Freiheit darin besteht, Bäume zu erklimmen, Berge zu bezwingen und mit einem Schiff den Rand des Meeres zu erreichen. Er empfand es als einen Aufruf, den Mut und die Entschlossenheit jener Männer, die vor uns den Weg suchten, nachzuahmen – als ständiges Streben nach dem, was richtig ist.

In jener Eingebung lag auch die Erkenntnis, dass das Leben selbst ein Rätsel ist, dessen Kern man nur findet, wenn man sich auf den eigenen Weg begibt. Für Eamon wurde klar: Mit dem Rhythmus eines Trommelschlags und der Melodie einer Fiddle konnte man nicht nur den Weg weisen, sondern auch die Geheimnisse des Lebens entschlüsseln.

So entstand – durch Irrungen und Eingebungen, Zweifel und plötzliche Offenbarungen – ein Lied, das die Essenz eines ganzen Lebens in sich trug. Es war ein musikalischer Ausdruck der Suche nach Freiheit, des Mutes, den Spuren der Vorfahren zu folgen, und der unerschütterlichen Überzeugung, dass wahre Erkenntnis immer im Rhythmus der Natur zu finden ist.


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